CDU Ortsverband An der Panke
› +++ "29-Euro-Ticket" +++ [2022-09-30]
Das 29-Euro-Ticket für den ÖPNV ging gerade in den Verkauf, es soll von Oktober bis Dezember gelten. Für viele ÖPNV-Nutzer sicher eine günstigere Alternative, Bus und Bahn zu nutzen. Ich finde allerdings auch: ein teures Wahlgeschenk für einen Teil der Berliner, denn für viele von uns ist es keine große Hilfe. Die Nachteile:

🔸 Durch das Ticket wird kein Meter Schiene verlegt, kein Bus wird neu fahren, keine U-Bahn wird gebaut. Bei uns im Norden Pankows, wo der ÖPNV ohnehin schon für viele nicht oder nur mit großen Umwegen oder Einbußen nutzbar ist, wird für viele nichts besser. Wir haben hier eine sehr teuer Investition in den Status quo (immerhin mehr als 100 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt). Zahlen müssen aber natürlich alle Steuerzahler. Schließlich fehlt das Geld dann dort, wo es dringend gebraucht wird – nämlich beim so notwendigen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs an den Stadtrandlagen. Den Menschen außerhalb der Berliner Innenstadt wird so der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel auch weiterhin erschwert. So schaffen wir die angestrebte Mobilitätswende jedenfalls nicht! 🔸 Das Ticket soll, anders als das vorherige „9-Euro-Ticket“, nur im Tarifbereich AB gültig sein. Attraktiv ist es aber natürlich auch für viele Brandenburger, die in der Berliner Innenstadt arbeiten. Die Befürchtung: Noch mehr Brandenburger, als heute schon, pendeln dann mit der Bahn in die Stadt und lassen ihre Autos in unseren Straßen rund um die Bahnhöfe am Stadtrand stehen. 🔸 Das Ticket kann nur genutzt werden, wenn ein Jahres-Abo abgeschlossen wird. Der günstige Preis gilt allerdings nur für drei Monate. Es gibt zwar ein Sonderkündigungsrecht, der Käufer muss dafür aber extra aktiv werden, sonst zahlt er ab Januar den "normalen" Preis.

Aus meiner Sicht ist es wichtig, den Umstieg auf den ÖPNV für alle attraktiver zu machen, damit wir die Auswahl haben welche Verkehrsmittel wir nutzen wollen. Das funktioniert aber nicht rein über den Preis. Das Angebot, besonders bei uns am Stadtrand muss dringend besser werden. Dafür tut der Senat nichts!
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